Pressemeldung der Stadt Göttingen vom 12.11.2026
Im Modellregionenprojekt „Göttingens Ernährung im Wandel – Verpflegungssysteme klimagesund gestalten“ (GiW) gibt die Stadt Göttingen gemeinsam mit weiteren Projektpartnern Impulse für eine nachhaltige Außer-Haus-Verpflegung in der Region Göttingen. Kantinen, Mensen und anderen Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung werden darin praktisch unterstützt, um ihr Angebot weiterzuentwickeln. Das gelingt zum Beispiel in Koch-Workshops für Köch*innen der Gemeinschaftsverpflegung und Erzeuger*innen.
Die Koch-Workshops sollen Verantwortliche aus Küchen, Erzeugerbetrieben, der Verarbeitungsbranche und dem Handel zusammenbringen. Der zweite derartige Workshop fand am Dienstag, 11. November 2025, in der Lehrküche des Familienzentrums in Rosdorf statt. Programmpunkte waren ein gemeinsamer Besuch eines regionalen Bio-Gemüsebauernhofs sowie – im praktischen Teil – die Zubereitung der frisch geernteten Gemüse durch die Teilnehmer*innen.
Regionale Wertschöpfungsketten stärken
„Der Austausch zwischen den Akteur*innen bietet neue Inspiration, soll zum Netzwerken anregen und lässt die Teilnehmer*innen im wahrsten Sinne des Wortes über den Tellerrand hinausblicken“, sagt Damaris Goldbach, Projektmanagerin der Göttinger Küchenbetriebe für das Projekt GiW. Die mitgenommenen Ideen und Impulse sollen sich zukünftig im Angebot der Kantinen oder Mensen in und um Göttingen widerspiegeln. Aktuell erreichen die am GiW-Projekt teilnehmenden Küchen der Gemeinschaftsverpflegung jeden Tag über 9.000 Göttinger*innen.
Ein Ziel von GiW ist es, den Anteil regionaler Produkte in den beteiligten Küchen weiter zu erhöhen – zum Beispiel indem neue Kontakte geknüpft werden oder die Erzeuger*innen die Anforderungen von Großküchen besser einschätzen können.
Teil des Projektes sind neben Kochworkshops und Erzeugerbesuchen auch Runde Tische, die mit der Öko-Modellregion Landkreis Göttingen und dem Ernährungsrat Göttingen veranstaltet werden. Die Runden Tische fördern gezielt ein starkes Netzwerk zwischen Küchen, landwirtschaftlichen Betrieben, Handel, Lebensmittelhandwerk und weiteren Initiativen aus der Region. Das Ziel: Regionale Wertschöpfungsketten stärken und tragfähige Lösungen für die Zukunft erarbeiten.
Das Projekt GiW ist Teil des bundesweiten Modellregionen-Wettbewerbs „Besser essen in der Region“ und wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert. Umgesetzt wird es in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V., Sektion Niedersachsen.



