Was bedeutet Regionalität für dich? – Einblicke in eine Verbraucherbefragung

17. Jun 2021

Was bedeutet Regionalität für dich? - Einblicke in eine Verbraucher*innen-Befragung

Beim vergangenen AK-Treffen gewährte uns Dr. Sarah Kühl, Mitarbeiterin am Department für Agrarökonomie und Rurale Entwicklung der Universität Göttingen, erste Einblicke in die Forschungsergebnisse zur Modellregion „Nachhaltige Nutztierhaltung Südniedersachsen“.

Die Universität Göttingen begleitet als Forschungspartnerin das vom Landvolk Göttingen koordinierte Projekt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf Vermarktungsstrategien der tierischen Produkte der Erzeuger*innen, die durch das Projekt begleitet werden. Um Erzeugnisse einer nachhaltigen Nutztierhaltung zu vermarkten sind die Erwartungen und Wünsche der Verbraucher*innen zu hinterfragen. 

Mit einer ersten Verbraucher*innen-Befragung durch Dr. Sarah Kühl sollten die Erwartungen der Verbraucher*innen an eine nachhaltige landwirtschaftliche Haltung von Kühen, Schweinen und Hühnern erfragt werden. Ihre vorläufigen Ergebnisse stellte sie uns in kleiner Runde vor. 

Wir erfuhren spannende Details über das Kaufverhalten der Verbraucher*innen: Für die meisten Konsument*innen gilt ein Produkt als regional erzeugt, wenn es im Umkreis von 50-70km hergestellt wurde. Vor allem Produkte wie Eier, Fleisch und Gemüse werden bevorzugt regional nachgefragt.

Die Befragung zeigt auch, dass ökologisch erzeugtes Fleisch andere Assoziationen hervorruft als regionales Fleisch. 

In der weiteren Diskussion fiel besonders auf, wie weit sich das Einkaufsverhalten auf die Supermärkte beschränkt und man bei der Erarbeitung von Vermarktungsstrategien für tierische Produkte den Lebensmitteleinzelhandel mit einbeziehen muss.

 

Die Studie bildet ein gutes Fundament, um das Projekt in der Modellregion Südniedersachsen erfolgreich zu begleiten und zukunftsfähige Vermarktungsstrategien zu entwickeln und zu etablieren. Hierbei können dann besonders die Wünschen der Konsument*innen mit einbezogen werden. 

Wichtig zu erwähnen ist dabei, dass eine solche Umfrage ein Idealbild widerspiegelt. Wie so oft gibt es zwischen dem “Wollen” und “Machen” noch Unstimmigkeit. 

 

Die nächsten Befragungen auf der Seite der Produzent*innen sind in Arbeit. Dr. Sarah Kühl wird uns weiter auf dem Laufenden halten und Anna-Marie Bürger vom Landvolk Göttingen wird uns im Arbeitskreis weitere Einblicke aus dem Projekt geben. 

An dem Abend diskutierten wir mit weiteren Akteur*innen aus der Landwirtschaft, der Landwirtschaftskammer und weiteren Beteiligten aus dem Göttinger Ernährungssystem. 

 

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